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Grünes Teichwasser - Was tun?

unsere Tipps gegen grünes Teichwasser (Schwebealgen) im Gartenteich.

Trübes und grünes Teichwasser - Problem Nr 1 im Gartenteich.

Schwebealgen im Gartenteich

Auslöser für grünes Teichwasser sind die feinen, unfiltrierbaren Schwebealgen die bei starker Sonneneinstrahlung und Nährstoffüberschuss explosionsartig wachsen.

Grünes Teichwasser - Ursachen

Grünes Wasser im Gartenteich kann so manchem den Spaß am eigenen Teich trüben. Ursache dafür sind Schwebealgen. Schwebealgen sind mikroskopisch klein und schwimmen frei im Wasser und lassen sich nicht filtern. Bei starker Vermehrung kommt es dann zu einer deutlichen Grünfärbung des Teichwassers (grünes Wasser im Teich). In diesem Fall spricht man auch von einer "Algenblüte". Die Vermehrung kann bei günstigen Bedingungen für die Algen so stark werden, dass nur noch eine Sichttiefe von wenigen Zentimetern möglich ist.
Ein übermäßiges Algenwachstum bedeutet immer, dass ein ökologisches Ungleichgewicht im Teich herrscht. Gerade bei neu angelegten Teichen oder bei einem größeren Teilwasserwechsel ist dies zu beobachten. Die Hauptursache für die Entstehung der Schwebealgen ist ein erhöhter Nährstoffgehalt im Wasser. Zudem kann eine hohe Sonneneinstrahlung im Frühjahr und Sommer die Vermehrung noch beschleunigen.
Doch es gibt Maßnahmen gegen Schwebealgen und für klares Wasser im Teich.

Grünes Teichwasser - Sofortmaßnahmen

!! Sofortmaßnahmen helfen meist nur kurzfristig! Sie beseitigen nicht die Ursachen !!

wir empfehlen nachfolgende Sofortmaßnahmen bei grünen Teichwasser:

  • 1. Einsatz eines UVC-Voklärers
    UVC-Voklärer werden vor dem Teichfilter installiert. Die Teichpumpe fördert das grüne Teichwasser durch den UVC-Vorklärer. Hier werden die Schwebealgen durch das UV-Licht "verklumpt" und können jetzt durch den Teichfilter ausgefiltert werden.
    Sollten Sie bereits einen UVC-Vorklärer im Einsatz haben, überprüfen Sie die Sauberkeit des Glaskolbens der UV-Lame auf Sauberkeit. Auch UV-Lampen welche mehr als 1 Jahr im Einsatz waren, sollten sofort gegen eine neue UV-Lampe ersetzt werden. Schalten Sie den UVC-Vorklärer nur ein, wenn er benötigt wird um Schwebealgen zu beseitigen.
    Faustregel für die Stärke des UVC-Vorklärers
    • 1-2 Watt pro 1000l ohne Fischbesatz
    • 2-3 Watt pro 1000l bei Fischbesatz bis 1 Kg/1000l
    • 4-5 Watt pro 1000l bei Koibesatz 1-3 kg/1000l
  • 2. Einsatz von Algenbekämpfungsmitteln
    Gegen Schwebealgen hat sich der Algenvernichter AlGo Universal aus der OASE Pflegeserie AquaActiv bewährt. AlGo Universal hemmt die Photosynthese der Algen wodurch diese verhungern.

!! Einer der größten Trugschlüsse ist es, das Teichwasser zu wechseln! Dadurch führen Sie dem Teichwasser zusätzliche Nährstoffe zu, welche wiederum eine Algenblüte provozieren !!

Grünes Teichwasser - mittelfristige Maßnahmen

!! Jetzt geht es an die Ursachenforschung und der Mittelfristigen Ursachenbeseitigung für grünes Teichwasser !!

  • 1. Ermittlung Ihrer Teichwasserwerte
    Nur wenn Sie Ihre Wasserwerte kennen, können Sie die richtigen Gegenmaßnahmen einleiten. Meistens ist eine mangelhafte Wasserqualität die Ursache von Fischkrankheiten und Teichproblemen. Prüfen Sie Ihre Wasserqualität mit Hilfe von Wasseranalyseset`s.
    Werte für eine optimale Wasserqualität:
    • pH-Wert: 7-8
    • Nitrit (NO2) < 0,15 mg/l
    • GH-Wert: 8-12
    • Nitrat (NO3) < 0,50 mg/l
    • KH-Wert: 5-12
    Anhand dieser Werte kann man sehr gut die Wasserqualität beurteilen und Probleme rechtzeitig beheben. Stimmt ein oder mehrere Werte nicht, steuern Sie mit Hilfe der entsprechenden Wasseraufbereiter gegen. Bewährt hat sich hier OptiPond aus der OASE AquaActiv Serie. Wenn alle Wasserwerte in Ornung sind, kommen Sie zu Schritt 2 der mittelfristigen Maßnahmen.
  • 2. Beseitigung des Nährstoffüberschusses
    Überschüssige Nährstoffe (Phosphate) bilden die ""Nahrung"" für alle Arten von Algen. Nun sollten Sie die Nährsoffgehalt (Phosphatgehalt) im Teichwasser reduzieren.
    • überprüfen Sie den Fischbestz Ihres Teiches
      Die häufigste Ursache für einen zu hohen Nährstoffgehalt ist ein zu hoher Fischbesatz. Empfohlen werden maximal 3kg Fischbesatz auf 1000 Liter Teichwasser. Sollte Ihr Besatz höher liegen, geben Sie, auch wenn es schwerfällt, den überschüssigen Teil Ihrer Fische ab.
    • Füttern Sie mit Bedacht
      Füttern Sie nur soviel, wie Ihre Fische innerhalb von 5 Minuten sofort fressen. Verwenden Sie spezielles, phosphatarmes Fischfutter. Füttern Sie lieber kleine Mengen. 1x täglich reicht in der Regel aus.
    • Setzen Sie Phosphatbinder ein
      Schnell und effektiv werden Phosphate durch den Phosphatbinder PosLess von Oase entfernt. Dieser natürlich wirkende Nährstoffbinder wird am besten in bewegtem Wasser (Bachläufe oder Kasskaden) eingesetzt oder, wenn möglich, dierekt im Filtergehäuse des Teichfilters integriert. Wenn das nicht möglich ist, kann PosLess auch dierekt im Teich plaziert werden. Ebenso bewährt hat sich dea Filtermaterial PondLith. Dieses Filtermaterial auf Zeolithbasis entzieht den Grünalgen die Nahrungsgrundlage

!! Bei eventuell notwendigen Wasserauffüllen verwenden Sie immer Leitungswasser. Nach jedem auffüllen und nach starken Regenfällen verwenden Sie OptiPond zur Stabilisierung der Wasserwerte Ihres Teiches !!

Grünes Teichwasser - langfristige Maßnahmen

!! Grundregel Nr. 1 - jeglichen Nährstoffeintrag in Ihren Gartenteich vermeiden !!

  • Prüfen Sie das vorhandensein oder die Funktionsfähigkeit der Teich-Kapilarsperre
    Zwischen Ihrem Gartenteich und dem umliegenden Gelände darf keine direkte Verbindung bestehen, welches einen Eintrag von Nährstoffen bei Regenwetter in das Teichwasser ermöglicht. Dazu legt mann um den Teich einen ca. 15-30cm tiefen und ca. 15 cm breiten Graben an, welchen Sie mit groben Kies befüllen. Hier werden alle in Richtung Teich "fließenden" Nährstoff abgefangen und versickern im Erdreich.
  • Nährstoffentzug durch Teichpflanzen
    Sehr stark wachsende Wasserpflanzen entziehen dem Gartenteich Nährstoffe und verlangsamen damit das Wachstum der Algen. Sie sind also eine Art biologischer Filter. Besonders gut geeignet ist das Hornkraut, Tausendblatt oder die Wasserpest. Aufgrund ihres starken Wachstums müssen Sie von Zeit zu Zeit etwas ausgelichtet werden. Sorgen Sie also für ausreichend Teichbepflanzung, denn Teichpflanzen sind der größte Nahrungskonkurrent für Algen im Teich.
  • Pflege der Teichpflanzen
    Pflanzenreste und anderes Biomaterial verrotten jetzt schneller und verbrauchen Sauerstoff und erhöhen den Nährstoffgehalt im Teich - denkbar schlechte Voraussetzungen für einen gesunden Gartenteich.
    Entfernen Sie also die abgestorbenen Pflanzenreste.
  • Verringern Sie die Sonneneinstrahlung
    Sonnenstrahlen sind die Energielieferanten für das Algenwachstum. Gut angelegte Teiche sind maximal 6 Stunden pro Tag einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Sollten Ihr Teich mehr Sonne bekommen, schaffen Sie zusätzliche Schattenerzeuger in Ufernähe, wie Sträucher oder kleine Bäume. Sehr hilfreich sind auch Schwimpflanzen, welche an der Oberfläche treiben oder Seerosenblätter. Wenn gar nichts geht, hilft auch ein Sonnensegel vor zu starker Sonneneinstrahlung.

!! Eine leichte Trübung im Teich ist übrigens völlig normal und kommt auch in natürlichen Gewässern vor. Eine Sichttiefe von ca. 1 m ist bei einem Naturteich oder Fischteich völlig ausreichend. !!

Wir hoffen Ihnen und Ihrem Gartenteich mit unseren Empfehlungen geholfen zu haben. Vergessen Sie bitte nie, das Ihr Gartenteich ein künstliches Ökosystem darstellt, welches ohne Ihre Hilfe nicht existieren kann.

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